Deutscher Katholikentag Saarbrücken 24.Mai bis 28.Mai 2006

100 Worte Gerechtigkeit

 

Die Frage nach der Gerechtigkeit in 100 Worten zu beantworten, dazu haben wir jeden und jede eingeladen. Gut zwei Monate nach dem Katholikentag wird dieses Forum geschlossen. Aber natürlich haben Sie auch weiterhin die Gelegenheit, die vielen Beiträge einzusehen.
Was ist Gerechtigkeit? Das ist nicht nur eine Frage, die seit Jahrtausenden die Menschen umtreibt. Schon immer wurde sie insbesondere an die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gerichtet. In der heutigen Zeit beschäftigt sie die Menschen wieder besonders, die verunsichert sind durch die aktuellen Umbrüche in Politik und Gesellschaft und durch die Auswirkungen der Globalisierung in allen Teilen der Welt. Wir wollten von Personen des öffentlichen Lebens und von Ihnen wissen, was Sie ganz persönlich, angesichts der Komplexität unseres heutigen Lebens, unter Gerechtigkeit verstehen. Damit wollten wir eine Diskussion über diesen zentralen Begriff des menschlichen Miteinanders anstoßen.

Die Antworten sind nach einer redaktionellen Durchsicht zusammen mit anderen Antworten auf dieser Internetseite veröffentlicht worden. Dabei unterlagen die Veröffentlichung bestimmten Regeln (z. B. wurden Beiträge, die gegen das deutsche Presserecht verstoßen, indem sie etwa Beleidigungen zum Ausdruck bringen, nicht veröffentlicht).

Grafik: Hundert Worte

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Die hier veröffentlichten Beiträge sind persönliche Meinungsäußerungen des jeweiligen Autors bzw. der jeweiligen Autorin und stimmen nicht in jedem Fall mit der Position der Veranstalter des Katholikentags überein.

> [ Die geltenden Regeln finden Sie hier. ]

100 Worte Gerechtigkeit

Donnerstag, 30.3.2006


Doch fragen wir uns, nun wenn wir schon bei Gerechtigkeit sind, ob es wohl gerecht ist den Saarbrücker Theologen und Priester Hasenhüttl von allen Ämtern zu entlassen, nur weil er evangelische Christen zum Abendmahl aufgefordert hat. War dies gerecht? Wir finden, NEIN, denn Herr Hasenhüttl wollte nur einen ökumenischen Gottesdienst vollziehen.
 

Donnerstag, 30.3.2006


Meiner Meinung nach ist Gerechtigkeit wenn man alle Menschen gleich behandelt, egal wie alt sie sind, welches Aussehen sie haben, welcher Religion oder welcher Herkunft sie sind! Jeder Mensch hat die Möglichkeit zu einem besseren Leben, zu einem gerechten Leben! Auch jedes Lebewesen möchte gut und gemäß behandelt werden.
ich finde, dass jeder über seine Zukunft selbst entscheiden sollte und das Beste daraus macht!
Die Welt kann von uns zu einem besseren Planeten verwandelt werden, wenn wir uns alle gerecht behandeln und wenn wir alle dies einhalten würden, dann würden keine unschuldigen Menschen bei Kriegen ihr wertvolles Leben verlieren!
 

Mittwoch, 29.3.2006


"Wir warten aber auf einen neuen Himmel und eine neue Erde nach seiner Verheißung, in denen Gerechtigkeit wohnt." (2.Petr 3,13)

Gerechtigkeit: das ist für mich die Sehnsucht nach Gottes Reich und danach, dass in unserer Welt alle Menschen ein selbstbestimmtes Leben in Frieden und Freiheit führen können, dass wir die Güter unserer Erde gerecht verteilen und auch kommenden Generationen bewahren. Gelebte Gerechtigkeit braucht ein Rechtsgefüge, das Sicherheit gibt und trotzdem Raum für Barmherzigkeit lässt. So wünsche ich mir nicht gleiche Bildung für alle, aber gleiche Chancen, menschenwürdiges Alt werden und Sterben, das nicht einigen Wenigen vorbehalten bleibt und vor allem, dass den Menschen Gottes gute Nachricht nicht verloren geht, dass es seine Gerechtigkeit ist, die uns leben und immer neu anfangen lässt.
 
Landesbischof Dr. Friedrich Weber, Braunschweig

Donnerstag, 23.3.2006


Gerechtigkeit ist eine sich stets verschiebende Situation, höchst subjektiv. Empfindungs- und motivationsabhängig, oft individuell.
Gerecht erklären wir alleine oder gemeinsam. Gerechtigkeit eint im guten Gefühl, auf der richtigen Seite zu sein.
Dabei wissen wir, Gläubige und Ungläubige, dass sie nur ein Bruchstück einer umfassenderen Gerechtigkeit ist. Einer, die wir nicht verstehen und diesen Namen gegeben haben.
Ist Gerechtigkeit richtig? Was ist dann gut?
Ich kann mit dem Begriff "Gerechtigkeit" wenig anfangen.
Ich finde es besser, die Sicht auf ein Gefüge, die Empfindungen, den Gewinn und den Schaden für Menschen zu definieren.
Und den hohen Begriff "Gerechtigkeit" Gott überlassen.
 

Donnerstag, 23.3.2006


Gerechtigkeit! Gibt es sie überhaupt? Diese Frage hat sich wahrscheinlich jeder schon mehrfach in seinem Leben gestellt. Doch was ist die Gerechtigkeit genau? Die Definition im Lexikon oder meine Version von Gerechtigkeit?
Sicher, wenn mir Unrecht geschieht, schreie ich nach Gerechtigkeit und winde mich in meinem Selbstmitleid. Doch alle unsere Probleme sind harmlos dagegen, was in der fernen Welt, weit ab von uns, geschieht. Ist das die Gerechtigkeit Gottes oder einfach nur Schicksal, z.B. in der 3. Welt geboren zu werden, wo die Wahrscheinlichkeit hoch ist, durch Hunger zu sterben. Hierzu gibt es unendliche Beispiele.
Gerechtigkeit oder doch nur Schicksal?
 

Mittwoch, 22.3.2006


Für mich bedeutet Gerechtigkeit, jeden nach seinen Leistungen zu behandeln. Welchen Wert und welchen Inhalt die verdiente Behandlung hat, richtet sich nach den Maßstäben des sozialen Umfelds. Liebe ist kein Aspekt der Gerechtigkeit, sondern geht darüber hinaus, indem sie auch unverdiente Behandlung anbietet. 
 


 
Klaus Kutzer, Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof a.D.


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