Deutscher Katholikentag Saarbrücken 24.Mai bis 28.Mai 2006

100 Worte Gerechtigkeit

 

Die Frage nach der Gerechtigkeit in 100 Worten zu beantworten, dazu haben wir jeden und jede eingeladen. Gut zwei Monate nach dem Katholikentag wird dieses Forum geschlossen. Aber natürlich haben Sie auch weiterhin die Gelegenheit, die vielen Beiträge einzusehen.
Was ist Gerechtigkeit? Das ist nicht nur eine Frage, die seit Jahrtausenden die Menschen umtreibt. Schon immer wurde sie insbesondere an die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gerichtet. In der heutigen Zeit beschäftigt sie die Menschen wieder besonders, die verunsichert sind durch die aktuellen Umbrüche in Politik und Gesellschaft und durch die Auswirkungen der Globalisierung in allen Teilen der Welt. Wir wollten von Personen des öffentlichen Lebens und von Ihnen wissen, was Sie ganz persönlich, angesichts der Komplexität unseres heutigen Lebens, unter Gerechtigkeit verstehen. Damit wollten wir eine Diskussion über diesen zentralen Begriff des menschlichen Miteinanders anstoßen.

Die Antworten sind nach einer redaktionellen Durchsicht zusammen mit anderen Antworten auf dieser Internetseite veröffentlicht worden. Dabei unterlagen die Veröffentlichung bestimmten Regeln (z. B. wurden Beiträge, die gegen das deutsche Presserecht verstoßen, indem sie etwa Beleidigungen zum Ausdruck bringen, nicht veröffentlicht).

Grafik: Hundert Worte

Grafik:

Die hier veröffentlichten Beiträge sind persönliche Meinungsäußerungen des jeweiligen Autors bzw. der jeweiligen Autorin und stimmen nicht in jedem Fall mit der Position der Veranstalter des Katholikentags überein.

> [ Die geltenden Regeln finden Sie hier. ]

100 Worte Gerechtigkeit

Montag, 13.2.2006


Gerechtigkeit

könnte ausgeschrieben werden als
Angemessenheit
allem gegenüber
was ist,
darin,
wie es erscheint und
dem entsprechend
Kunde gibt

in Spuren der Schrift
(Handlung, Selbstausdruck, Geste, Note, Linie, Wort, Gesetz, Spiel, Regel, Ritual, Vertrag, Liturgie,u.a.),

die in den Ausformungen zwischen

Gott-Ikonografie, Kosmos, Welt, Natur, Geschichte, Ich, Du, Wir, Ding

verbindliche gegenseitige Repräsentanz und
Anerkennung

fände.
 

Freitag, 10.2.2006


In einer sich globalisierenden Welt mit großen ökologischen und sozialen Problemen ist ein breiter und umfassender Gerechtigkeitsbegriff wichtiger denn je. Die Einsicht, dass wir die Welt von unseren Kindern nur geborgt haben, verweist uns auf die großen Aufgaben, die hier vor uns liegen. Ohne soziale Gerechtigkeit gibt es keine tragfähige, gesellschaftliche Modernisierung, ohne nachhaltige und ökologische Gerechtigkeit keine Zukunft für jüngere Generationen und ohne monetäre Gerechtigkeit wird es keinen gesellschaftlichen Frieden geben. Weder in Deutschland noch in anderen Teilen dieser Welt.
 

Donnerstag, 9.2.2006


Gerechtigkeit bedeutet für mich zunächst, Nahrung und Bildung, Arbeit und Gesundheitsdienste, Zugänge zu Ressourcen und Macht so zu verteilen, dass alle Menschen - Frauen wie Männer, Junge und Alte, Migranten und Einheimische, Reiche und Arme - gerechte Chancen erhalten, ihre Potenziale entfalten zu können.
"Gerechtigkeit vor Gottes Angesicht" - das setzt den Maßstab, was wem zukommt. Jeder Mensch ist als Bild und Gleichnis Gottes geschaffen. Nicht die tatsächlichen Verhältnisse setzen den Maßstab für Gerechtigkeit, diese oder jene Tradition, nicht was die Mehrheit als angemessen empfindet, sondern das, was jedem und jeder als unveräußerliche Gabe mitgegeben wurde: Recht auf Leben und Arbeiten in Würde.
Wie wohl sieht Gott den oder die andere an, die Armen und die Landlosen, die, die um ihr Recht kämpfen müssen, Aidskranke? Diese Perspektive ist der kritische Check, ob wir begriffen haben, wozu uns seine Gerechtigkeit herausfordert.

 
Gertrud Casel, Geschäftsführerin Deutsche Kommission Justitia et Pax

Donnerstag, 9.2.2006


Wenn keiner wegen seines Aussehens,

seiner Nationalität,

seines Geschlechtes oder

seiner Gesinnung

benachteiligt wird,

herrscht Gerechtigkeit.



Denn vor Gott sind alle Menschen gleich.

 

Mittwoch, 8.2.2006


Gerechtigkeit beginnt für mich im Kleinen und drückt sich darin aus, jedermann fair und moralisch angemessen zu behandeln. Dabei kann ich nicht immer voraussetzen, selbst gerecht behandelt zu werden. Trotzdem muss ich um Gerechtigkeit bemüht sein. Sie ist ein wichtiger Teil unseres Verhaltens untereinander. Gerechtigkeit bedeutet für mich auch, dass ich Machtpositionen nicht ausnutze. So wird man z. B. merken, wenn man gesammeltes Wissen nicht nur zum eigenen Nutzen anhäuft, sondern weitergibt, kommen einem die Menschen freundlich und vertrauensvoll entgegen. Gerechtigkeit wird für mich darüber hinaus im Umgang mit den Schwächsten der Gesellschaft sichtbar. D. h. für mich, Hilfe für alte Menschen, für Behinderte und Menschen, die mit den Gesetzen in Konflikt geraten sind.
 

Dienstag, 7.2.2006


Gerechtigkeit




Was ist Gerechtigkeit?


Gerechtigkeit nur ein Wort?


Gerechtigkeit nur eine Handlung?


Gerechtigkeit nur eine Einstellung?


Gerechtigkeit nur eine Sache?




Was ist denn nun Gerechtigkeit?




Ich denke es ist mehr,


Gerechtigkeit ist in meinen Augen die Einstellung,


jedem Menschen, das, was er zum Leben braucht, zu geben.




Dem Menschen


ein Wort,


eine Geste,


eine Tat,


ein Geschenk


zu geben.




Zu sehen und zu erkennen, was der Mensch braucht,


das ist Gerechtigkeit.




Mk 10,51: Und Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun?


 


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