Deutscher Katholikentag Saarbrücken 24.Mai bis 28.Mai 2006

100 Worte Gerechtigkeit

 

Die Frage nach der Gerechtigkeit in 100 Worten zu beantworten, dazu haben wir jeden und jede eingeladen. Gut zwei Monate nach dem Katholikentag wird dieses Forum geschlossen. Aber natürlich haben Sie auch weiterhin die Gelegenheit, die vielen Beiträge einzusehen.
Was ist Gerechtigkeit? Das ist nicht nur eine Frage, die seit Jahrtausenden die Menschen umtreibt. Schon immer wurde sie insbesondere an die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gerichtet. In der heutigen Zeit beschäftigt sie die Menschen wieder besonders, die verunsichert sind durch die aktuellen Umbrüche in Politik und Gesellschaft und durch die Auswirkungen der Globalisierung in allen Teilen der Welt. Wir wollten von Personen des öffentlichen Lebens und von Ihnen wissen, was Sie ganz persönlich, angesichts der Komplexität unseres heutigen Lebens, unter Gerechtigkeit verstehen. Damit wollten wir eine Diskussion über diesen zentralen Begriff des menschlichen Miteinanders anstoßen.

Die Antworten sind nach einer redaktionellen Durchsicht zusammen mit anderen Antworten auf dieser Internetseite veröffentlicht worden. Dabei unterlagen die Veröffentlichung bestimmten Regeln (z. B. wurden Beiträge, die gegen das deutsche Presserecht verstoßen, indem sie etwa Beleidigungen zum Ausdruck bringen, nicht veröffentlicht).

Grafik: Hundert Worte

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Die hier veröffentlichten Beiträge sind persönliche Meinungsäußerungen des jeweiligen Autors bzw. der jeweiligen Autorin und stimmen nicht in jedem Fall mit der Position der Veranstalter des Katholikentags überein.

> [ Die geltenden Regeln finden Sie hier. ]

100 Worte Gerechtigkeit

Mittwoch, 30.11.2005


Gerechtigkeit fängt damit an, dass wir den anderen als Mensch ernst nehmen.
Wie das Gleichnis der Arbeiter im Weinberg eindrucksvoll zeigt, ist Gerechtigkeit mehr als der rechnerische Ausgleich von Interessen und Rechtspositionen. Die göttliche Gerechtigkeit folgt nicht der Methode des Verrechnens und Vergleichens. Im Mittelpunkt steht der Einzelne. Das kann dann sogar zu führen, dass die landläufigen Gerechtigkeitsmaßstäbe völlig auf den Kopf gestellt werden. Nicht nur die Bergpredigt, sondern die ganz alltägliche Erfahrung mit Nachbarschaftsstreitigkeiten vor Gericht macht deutlich, dass sich Frieden erst dann einstellt, wenn die Kontrahenten Abstand nehmen vom Verrechnen von Rechtspositionen und sich auf den anderen einlassen.
 

Mittwoch, 30.11.2005


"Freiheit", sagte Rosa Luxemburg, "ist immer auch die Freiheit der Andersdenkenden". Wo Freiheit in diesem Sinne herrscht, ist auch die Gerechtigkeit zu Hause. Hierzu zählt neben einer persönlichen Rücksichtnahme und Anerkennung auch die Schaffung von gerechten Bildungschancen für unsere Kinder. Solange die soziale Herkunft über die Entwicklungsperspektiven unserer nachkommenden Generation entscheidet, geht es ungerecht zu.

Nehmen wir uns also die Freiheit für Gerechtigkeit zu streiten.
 

Montag, 28.11.2005


Gerechtigkeit bedeutet, jedem das zu geben, was er zum Überleben braucht. Jedoch ist diese Gerechtigkeit auch abhängig von den eigenen Anstrengungen, d.h. jemand, der den Willen zeigt, sein Leben auch ohne fremde Hilfe zu leben, muss mehr Unterstützung erhalten als jemand, der sich nicht um sich selbst und seine Selbstständigkeit kümmert, sondern einfach in den Tag hineinlebt.
 

Montag, 28.11.2005


Viele Menschen wünschen sich Gerechtigkeit, aber nur wenige fühlen sich gerecht behandelt.
Das Ziel eines jedes Menschen sollte es sein, seine Mitmenschen gerecht zu behandeln und dabei individuelle Maßstäbe anzusetzen, um einem jeden Menschen gerecht zu werden.
Dies erfordert viel Einfühlungsvermögen in einen Menschen, doch ist dies unablässlich, um nach dem Vorbild von Jesus zu leben und zu handeln.
Wir sind natürlich keine absolut guten, und somit keine absolut gerechten Menschen, jedoch sollte es ein Ziel sein, diesem Ideal nahe zu kommen.
Ich hoffe, dass der Katholikentag wenig theologisch wird.
 

Montag, 28.11.2005


Gerechtigkeit bedeutet für uns, dass kein Mensch aufgrund von seiner Herkunft, Hautfarbe oder Nationalität Nachteile erfahren muss.
Jeder Mensch sollte das Recht auf ein erfülltes Leben besitzen.
Gleiberechtigung, Respekt und Gleichbehandlung sind Grundlagen der Gerechtigkeit und sollten als selbstverständlich angesehen werden.


 

Montag, 28.11.2005


Gerechtigkeit ist einer der wichtigsten Grundsätze im menschlichen Zusammenleben. Daher wird sie auch schon im Grundgesetz aufgeführt und soll den Frieden sichern. Überall wo die Gerechtigkeit nicht als Grundsatz gilt, gibt es Unruhen und Streit.
Gerechtigkeit sichert jeder Person die gleiche Grundsituation zu. Jedes Lebewesen soll unter lebenswürdigen Bedingungen leben können und nicht bevorzugt oder benachteiligt werden.
Man sollte an die Gesellschaft angepasst leben können und sich neben dem Lebensnotwendigen auch mal etwas Zusätzliches leisten können, um auch die seelischen und nicht nur die körperlichen Bedürfnisse zu befriedigen.
 


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