Deutscher Katholikentag Saarbrücken 24.Mai bis 28.Mai 2006

100 Worte Gerechtigkeit

 

Die Frage nach der Gerechtigkeit in 100 Worten zu beantworten, dazu haben wir jeden und jede eingeladen. Gut zwei Monate nach dem Katholikentag wird dieses Forum geschlossen. Aber natürlich haben Sie auch weiterhin die Gelegenheit, die vielen Beiträge einzusehen.
Was ist Gerechtigkeit? Das ist nicht nur eine Frage, die seit Jahrtausenden die Menschen umtreibt. Schon immer wurde sie insbesondere an die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gerichtet. In der heutigen Zeit beschäftigt sie die Menschen wieder besonders, die verunsichert sind durch die aktuellen Umbrüche in Politik und Gesellschaft und durch die Auswirkungen der Globalisierung in allen Teilen der Welt. Wir wollten von Personen des öffentlichen Lebens und von Ihnen wissen, was Sie ganz persönlich, angesichts der Komplexität unseres heutigen Lebens, unter Gerechtigkeit verstehen. Damit wollten wir eine Diskussion über diesen zentralen Begriff des menschlichen Miteinanders anstoßen.

Die Antworten sind nach einer redaktionellen Durchsicht zusammen mit anderen Antworten auf dieser Internetseite veröffentlicht worden. Dabei unterlagen die Veröffentlichung bestimmten Regeln (z. B. wurden Beiträge, die gegen das deutsche Presserecht verstoßen, indem sie etwa Beleidigungen zum Ausdruck bringen, nicht veröffentlicht).

Grafik: Hundert Worte

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Die hier veröffentlichten Beiträge sind persönliche Meinungsäußerungen des jeweiligen Autors bzw. der jeweiligen Autorin und stimmen nicht in jedem Fall mit der Position der Veranstalter des Katholikentags überein.

> [ Die geltenden Regeln finden Sie hier. ]

100 Worte Gerechtigkeit

Montag, 14.11.2005


Unter Gerechtigkeit verstehe ich
die Ermöglichung von Leben für alle. Bei diesem Thema geht es vorrangig um die Geringen und Schwachen, um die Armen und Unterdrückten. Ein wichtiger Schritt zum Erlernen von Gerechtigkeit ist die Einsicht, dass Gott alle Welt gerechtfertigt hat, dass ihm alle Menschen recht sind. Dies erst macht empfänglich für konkrete Ungerechtigkeiten, für Anpassungszwänge und alltägliches Faustrecht.
Gerechtigkeit kann man lernen, die Tugend der Gerechtigkeit kann man üben.
Gott ist letztendlich der Grund von Recht und Gerechtigkeit. Der gemeinsame Lebensbaum kann auf diesem Boden grünen, wachsen und sich verzweigen.
 

Montag, 14.11.2005


Des Christentums höchste Pflicht ist Menschenliebe, die Gottesliebe bedingt sie untrennbar von sich.

Keine wahre Liebe ohne Gerechtigkeit und keine wahre Gerechtigkeit ohne wahre Liebe.
 

Montag, 14.11.2005


Das ist uns wohl als Los beschieden
Schritt für Schritt zur Aufgabe gestellt:

Ohne Gerechtigkeit keinen Frieden

Bei uns und auf der ganzen Welt 
Sepp Rattenaicher

Montag, 14.11.2005


GERECHTIGKEIT ist für mich

die Gesinnung, für sich selbst nicht mehr zu verlangen, als man anderen zuzubilligen bereit ist;

der Versuch, nach Möglichkeit allen Menschen vergleichbare Lebensbedingungen zu verschaffen;
die Chance, aus der Haltung christlicher Nächstenliebe menschliches Zusammenleben in Achtung und Würde zu gestalten;
der Anspruch, Unrecht gegen jemanden zu verhindern und gegebenenfalls wieder gut zu machen;
ein Ideal, das sich angesichts menschlicher Unzulänglichkeit nur selten voll realisieren lässt.
 
Rudolf Purschke

Montag, 14.11.2005


Die deutsche Sprache kennt den Begriff "Gerechtigkeit üben".
Auch wir Christen können nur den Versuch unternehmen, Gerechtigkeit zu üben. Doch schon der kleinste Versuch, ist ein Zeichen dafür, dass Gott lebt und in unserer Welt angekommen ist.
 

Montag, 14.11.2005


Gerechtigkeit ist für uns die Teilhabe aller Menschen an der Fülle des Lebens, wie auch wir sie durch Jesus Christus erfahren. Eine tätige, kritische und verantwortungsvolle Nächstenliebe als deutliches Zeichen Gottes Liebe zu den Menschen in der Welt, die wir im Handeln für den nahen und fernen Nächsten immer wieder neu konkretisieren können. Als zeitgemäße Umsetzung des Heilsauftrages Jesu im Dienst am Menschen.
 


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